Mining 2016-11-16T00:20:15+00:00

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Was ist Mining?

 

 

 

 

Vorwort: 15.11.2016 – Nach über 40 Stunden recherche deuten alle Anzeichen darauf hin: die goldenen Mining Zeiten sind schon seit Jahren vorbei – wer wie ich dem Thema neu Gegenüber steht sollte die digitale Picke wieder zur Seite legen und sich erstmal schlau machen, bevor die nächste Stromrechnung und ein kaputter PC alle träume in Rauch aufgehen lassen.

Der Beginn der Bitcoins stammt aus dem Mining, die Bitcoins waren nicht einfach so auf der Welt, der Erfiner Satoshi Nakamoto hat sich eine romantische Idee einfallen lassen: Sie müssen gefunden werden. Hierzu benötigt ma einen sehr komplexen Algorithmus den theoretisch jeder PC oder Laptop errechnen kann. Doch es braucht einiges an Rechenpower. Waren es am Anfang noch sehr wenige Leute die nach den Bitcoins gesucht haben sind es inzwischen Millionen von Minern. Das ist gut, denn Sie haben neben der digitalen Goldsuche noch eine weitere Funktion. Sie prüfen jede Transaktion. Denn wenn Online jemand einen Bitcoin-Betrag handeln will überprüfen alle Miner diese Transaktion. Wenn die Mehrheit diese als Gültig einstuft wird die Transaktion legitimiert und durchegführt. Doch ist es auch wieder schlecht, denn der konventionelle PC hat keine Chance mehr damit Geld zu verdienen – zumindest beim Primus Bitcoin.

Mining Arten:

Alles begann mit dem sogenannten Hardware Mining – also der PC wie wir Ihn kennen bewältigt eine Vielzahl von komplexen Rechenoperationen um hoffentlich einen Block zu finden.

Ganz am Anfang lies mann dies die CPU machen, also den Prozessor des Computers, bald stellte man aber fest, dass die Grafikkarten doch deutlich geeigneter für diesen Vorgang sind und mehr als doppelt so schnell (abhängig von der Karte) diesen Vorgang durchführen konnten. Noch heute gibt es Progamme die das Mining für CPU und GPU (Prozessor der Grafikkarte) oder Beide beanspruchen.

Es folgten bald die Stand Alone Miner – Rechner die keine andere Funktion haben als Mining zu betreigen – denn mit der rapide steigenen Zahl der Leute die Mining betreibten sank die Chance einen Block zu finden sehr sehr schnell. Noch heute gibt es sogenannte Mining-Farmen die meist in Regionen betrieben werden in denen der Strom günstig ist. Diese Miner sind wahre Stromfresser und verbrauchen gern über 1000 Watt. Der bekannteste Hersteller ist Bitmain, ihre neuste Erfindung der Antminer S9 arbeitet mit einer Kraft von ca. 13 Terra Hashes pro Sekunde – doch halt was ist das? Kurz gesagt die Leistungseinheit in der Mining gemessen wird. Zum Vergleich, mein Privatrechner schafft ca. 20 MH (Mega Hashes, 1000 davon sind ein Giga-Hash, 1000 Giga Hash sind ein 1 Terra Hash) diese Einheit kostet ca. 1550 US Dollar (Stand 13.11.2016) und ist ausverkauft.

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Antminer S9 von Bitmain

Da immer noch sehr viele Menschen mit geringen Leistungen minen haben Sie nahezu keine Chance einen Block zu finden, es gibt diverese Online-Kalkulatoren die einem Monate bis Jahre prophezeihen wenn man es weiter allein versucht. Doch auch für kleine Rechenleistungen gibt es eine Möglichkeit sich in diesem Geschäft zu beteiligen – man schließt sich einer Gemeinschaft an, einem sogenannten Pool. Die Idee: wenn sich viele Miner zusammen schließen teilt man den gefunden Block unter allen Beteiligten auf. So erhält man gleichmäßiger eher einen Gewinn, viele hundert Miner arbeiten jedoch mit Unterschiedlicher Rechnekraft. Um jedem Einzelnen gerecht zu werden arbeitet der Miner sogenannte Shares aus – die spiegeln wieder wie viel Energie und Aufwand beigetragen wurde um einen Block zu finden. Sobald dieser vom Pool gefunden wurde erhalten alle Gewinn anteilig anhand ihrer Shares. Wer einen Pool erstellt darf aber festlegen wie hoch die Gebühr in % ist. Kleine Pools arbeiten mit Werten zwischen 0 und 0,5%. Sie brauchen aber auch länger um einen Block zu finden. Große Pools nehmen aber auch gern mal 2% oder mehr. Doch von was? Rechenleistung pro Stunde ist der häufigste Wert. Von 60 Minuten arbeitet ihr bei 2% also ca. 1,2 Minuten für den Pool betreiber. Klingt wenig? Bei tausenden von Minern lohnt sich das dennoch.

eine Übersicht über die größten Pools findet man auf der Blockchain

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Poolverteilung Blockchain (13.11.2016)

Der dritte Weg ist der Wohl umstrittenste von allen: das Cloud-Mining. Umso mehr ihr euch im Netz informiert umso mehr werdet ihr feststellen dass es unzählig viele Anbieter gibt. Viele versprechen große Gewinne und schmeißen mit neune Begriffen umsich, so ist der ROI (Return on Invest) bereits in Tagen, Wochen oder wenigen Monaten sichtbar. Wer sich nun in passenden Communities informiert liest schnell Wörter wie Scam oder Ponzi – kurz gesagt Betrug im Zusammenhang mit vielen der Anbieter. Doch was ist Cloud-Mining? Die Idee ist einfach: Der Anbieter lässt Bitcoins (inzwischen auch für andere Wärhungen verfügbar) Farming betreiben, je nach Anbieter macht er das selbst oder lässt dies machen. Ihr könnt nun in diesen Anbieter investieren. In der Regel zahlt ihr nichts für die Hardware sondern kauft Mining Leistung gemessen in Hashes. Was viele der Betreiber im Kleingedruckten verstecken sind die Gebühen für Strom, das Netzwerk oder Ähnliches. Diese varieren je Betreiber stark von 0 bis regelmäßig wiederkehrende Beträge. Diese Gebühren fressen langsam die gekaufte Leistung auf bis es nichts mehr bringt. Alternativ gibt es auch Zeitverträge – diese haben keine Wartungsgebühr sondern stellen die Rechnleistung für Fünf, Zwei oder ein Jahr bereit. Man sollte alle Details berücksichtigen und im Netz recherchieren bevor man hier investiert. Und wieder der Hinweis – setzt nur Geld ein was ihr auch verlieren könnt – es ist und bleibt eine Risiko-Investition, egal wie überzeugend es klingen mag.

Ich teste aktuell den Anbieter Biteminer, da dieser mich zu Beginn mit einer kostenlosen Rechenleistung von 15KH bescheert hat – das ist eigentlich nichts, doch irgendwie fand ich es ansprechend. Den Artikel findet ihr hier: Biteminer im Test, die Webseite hier: Biteminer (Ref-Link)

Wie oft werden denn nun Blöcke gefunden? dies reguliert der Schwierigkeitsgrad:

Am Anfang gab es nur wenig Miner, und das System sollte ja ca alle 10 Minuten einen dieser Miner mit einem Block belohnen. Umso mehr Leute daran Freude fanden umso schneller würden die Blöcke gefunden werden – doch hier reguliert sich das System selbst. Es stellt fest wieviele Miner aktuell farmen und erhöht den Schwierigkeitsgrad immer weiter um den Schnitt von 10 Minuten zu halten. Sollten Miner aufhören kann dieser auch sinken – man kann also nie mit Sicherheit sagen wie der zukünftige Schwierigkeitsgrad aussehen wird.

Damit es trotz der Masse und der Schnellenfundrate nicht zu schnell geht hat man noch das Halving (englisch für Halbierung) installiert, alle 210.000 Blöcke wird der Wert eines Blockes halbiert. Aktuell (Stand Novemer 16) sind es noch 12 Bitcoins, bei einem jetzigen Kurs von ca 650€ eine stattliche Belohnung für den Finder. Doch nach den aktuellen 210.000 Blöcken wird der Wert auf 6 Coins halbiert, so wird nach jedem Halving der Lohn der Miner deutlich reduziert – im gleichen Atemzug steigt der Kurs stetig an. innerhalb von einem Jahr um über 100% (Quelle: finanzen.net) Dreiviertel aller findbaren Coins der insgesamt 21.000.000 Bitcoins wurden bereits gefunden. Eine spannende Live Übersicht über das Halving gibt es ebenfalls öffentlich auf www.bitcoinblockhalf.com

Fazit: Die Hochzeit des Hardwareminings in Deutschland ist lange vorbei – ich habe kein erdenkliches Szenario gefunden in dem dies noch Gewinn abwirft. Selbst mit Pool-Mining nicht. Die Stimmen bezüglich des Cloud-Mining sind größtenteils Negativ, dennoch bieten sie meist einen geringen finanziellen Aufwand um in das Thema einzusteigen – es bleibt jedoch ein Risiko-Invest und sollte ausschließlich mit Geld betrieben werden was man schmerzfrei verlieren kann. Der „sicherste“ Weg mit Bitcoins heute noch Geld zu verdienen ist sicher diese als Anlage zu kaufen und liegen zu lassen. Denn bisher steigen sie im Wert kontinuierlich.